Portugiesen und Leoparden sind Ausdruck von Macht und haben deshalb einen hohen Stellenwert in der Mythologie Benins. In welchem Bezug sie zu dem im Gefäß gelagerten Inhalt stehen, weiß europäische Forschung nicht. Die derzeitige Kooperation zwischen Deutschland und Nigeria besteht hauptsächlich aus zwei Forschungsgegenständen. Welche Quittungen und Rechnungen finden sich in den alten Buchhaltungen. Das nennt man Provenienzforschung. Von nigerianischer altmonarchischer Seite steht im Vordergrund, auf welche Objekte mit Museumsprovenienz noch irgendwie Anspruch zu erheben möglich ist. Hier entsteht eine wissenschaftliche Reibungsfläche, weil eigentlich die Quittungen besagen, dass all diese Objekte käuflich erworben wurden. Man verbleibt also an der Oberfläche mit Phrasen und nebulösen Andeutungen und nicht dabei, was eigentlich diese seltsamen, Schellen ähnlichen Verzierungen an dem Gefäß bedeuten.
Ein weiterer, wichtiger Punkt der Betrachtung ist der, dass die inhaltliche Forschung, die natürlich vorrangig Angelegenheit Nigerias ist, extrem negativ von deutscher Seite beeinflusst wird. Dort, wo Mittel fließen, bewirbt sich der opportune Geist. Bei näherer Beschäftigung mit dem Thema Resitution stößt man auf extreme Korruption. Ausgehend von deutscher Seite, nicht von nigerianischer. Das ist wichtig zu betonen.
Die für Bronzen der Benin-Kultur typischen Verzierungen von Flechtbändern, angeschnittenen Kreisen und Punkten wurden bisher auch nur als gegeben betrachtet. Weiter interessant an diesem Kunstwerk sind vier Ösen am Behälter und zwei an dem Deckel mit dem Leoparden. Sie weißen darauf, dass dieses Gefäß für eine Veranstaltung getragen wurde und dafür der Deckel fixiert werden konnte.
Am Boden des Gefäßes entstand ein Loch durch Korrosion. Ansonsten gibt es keine Beschädigungen |