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Galerie Peter Herrmann |
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Alte Kunst aus Afrika |
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| Thermolumineszenz- Expertise |
Kopf |

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Ife, Nigeria
um 1450
Bronze
32 cm
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| Abgebildet im Netz seit Oktober 2026 |

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Dieser Kopf hat mehrere ungewöhnliche Aspekte im Vergleich mit den früher gezeigten und abgebildeten Bronzen der Ife-Kultur. Das auffälligste sind die Gesichtszüge. Insgesamt weiß man bis heute nicht ob die realistische Darstellung idealisiert sind oder sich auf bestimmte Personen beziehen. Dieser Kopf jedenfalls hat sehr ungewöhlich europäisierte Züge. Besonders Nase und Mund. Dies ist nun keine völlig neue Erkenntnis. Wenn man die vorigen Abbildungen dieses Typus anschaut, könnte diese Vermutung schon früher bestanden haben. Nur, bei diesem Kopf war der Eindruck besonders stark.
Eine zweite Auffälligkeit ist die Patinierung. Bei einer Restauration entscheidet man sich zwischen zwei unterschiedlichen Methoden. Die der Galerie bedeutet, eine Objekt zu reinigen und dann mit einem natürlichen, minimal fetthaltigen Lappen wie Schafswolle vorsichtig zu polieren. So bleibt die über Jahrzehnte oder Jahrhunderte gewachsene Patina gut sichtbar.
Die zweite Methode ist, das Objekt nach der Reinigung mit dem Originalprodukt wie nach der Herstellung zu behandeln. In der Regel ein Pflanzensud, der die Oberfläche schützen soll und ihr einen weitgehend einheitlichen Glanz verleiht, der alte Korrosionsspuren oder Verfärbungen durch Metallwanderungen in der Legierung überdeckt. Solch ein Objekt, das vermutlich in einer Werkstatt der Gilde für den Verkauf geschönt wurde, ist extrem schwer im Alter einzuschätzen. Ähnlich einer Museumsrestauration wird das Objekt ansehnlicher, ist aber im Handel bei der Einschätzung nur schwer von einer Neuherstellung zu unterscheiden. |
Lochungen um den Mund, beidseitig in einer feinen Linie fortgesetzt zu den sehr naturalistisch gearbeiteten Ohren lassen auf sparsame Einflechtungen eines Oberlippenbartes und eines dünnen Wangenbartes bei Veranstaltungen schließen. Entlang dem Haaransatz wurde wohl eine Kopfbedeckung befestigt,
Unglaubliche Eleganz der künstlerischen Ausarbeitung und sehr guter Erhaltungszustand machen dieses Objekt zu einem absoluten Spitzenstück, das im internationalen Vergleich seinesgleichen sucht. Alle Attribute stellen dieses Objekt auf die gleiche Stufe der besten Ife-Köpfe des British Museum.
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Vgl.:
Frank WILLETT: Ife. Metropole afrikanischer Kunst. Bergisch Gladbach 1967, S. 36.
Barbara PLANKENSTEINER (Hg.): Benin. Könige und Rituale. Höfische Kunst aus Nigeria. Wien 2007, S. 272.
Stefan Eisenhofer: Ife und die Chronologie der Benin-Bronzen |
| Vergleichsobjekte: |
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Abbildungen: |
| Federal Department of Antiquities, Lagos, Nigeria |
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Elsy LEUZINGER: Die Kunst von Schwarz-Afrika, Recklinghausen, 1972, S. 151. |
| Ife Museum für Ife-Altertümer |
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Schätze aus Alt-Nigeria. Ministerium für Kultur, Berlin (Ost) 1985, S. 116. |
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Frank WILLETT: Ife. Metropole afrikanischer Kunst, Bergisch Gladbach 1967, S. 37. |
| British Museum, London |
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William B. FAGG: Bildwerke aus Nigeria, München 1963, S. 39. |
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Till Förster: Kunst in Afrika, Köln 1988, S. 2. |
| Ife Museum für Ife-Altertümer (Kopie) |
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Ekpo EYO, Frank Willett: Kunstschätze aus Alt-Nigeria, Mainz 1983, S. 21. |
| Schmuckmuseum Pforzheim (Ausstellung, 28. Mai bis 27. August 2000) |
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Ife, Akan und Benin. Westafrikanische Kunst aus 2000 Jahren, Pforzheim 2000, S. 43. |
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